Direkt zum Hauptbereich

Winterblues und Vitamine


Die dunkel Zeit

Sobald die Tage kürzer werden, kühlt sich das Wetter ab. Feucht und ungemütlich zeigt sich der Herbst. Der Winter steht vor der Tür.

Manchmal regnet es über Wochen und wird auch tagsüber nicht richtig hell. Dann breitet sich Tristesse aus. Die Sehnsucht nach Sonne und Wärme wächst..

Die mangelnde Sonne kann sich negativ auf die Stimmung auswirken. Gerade jetzt sollte ich mich öfter in der Natur aufhalten. Doch wenn es nur noch regnet und stürmt fühlt man sich in der warmen Stube doch viel besser aufgehoben.

Sonnenlicht lässt Vitamine wachsen

Ohne Sonne fehlt dem Körper eine wichtige Voraussetzung Vitamin D selbst bilden. Dieses essentielle Substanz beeinflusst viele Prozesse in unserem Körper. Fehlt Vitamin D können sich Mangelerscheinungen zeigen. Man schätzt, dass wir etwa 20%  des benötigten Vitamins über die Nahrung gewinnen. 80% sollen über die Haut mit Hilfe des Sonnenlichtes hergestellt werden können.

Vitamin D ist etwa an unserem Knochenstoffwechsel beteiligt. So können Menschen mit einem niedrigen Vitamin D-Status an Osteoporose erkranken.  Wegen dieser Zusammenhänge empfahl man, das Sonnen-Vitamin, wie es auch bezeichnet wird, in Form von Tabletten oder Kapseln ergänzend einzunehmen.

Vitaminquellen: Lebertran & Co

Jahrelang galt eine zusätzliche Vitamingabe als geboten und sinnvoll.
Um den Erfolg dieser Maßnahme nachzuweisen, hat man diverse Untersuchungen angestellt. Doch das Ergebnis vieler, vor allem neuer Studien ist eher ernüchternd. Die erhofften Verbesserungen blieben aus. Darüber hinaus gab es Hinweise, dass extrem hohe Vitamin-D-Gaben der Gesundheit möglicherweise sogar abträglich sind.
Ich verlasse mich daher auf das, was unsere Vorfahren traditionell  einnahmen, den guten alten Lebertran. Gott sei Dank gibt es den auch eingekapselt. Denn er schmeckt fürchterlich. Fetter Fisch enthält ebenfalls eine Menge von dem wichtigen Vitamin. Irgendwie müssen ja die Eskimos die langen Polarnächte unbeschadet überstanden haben.

Lichtblick

Wissenschaftler fanden inzwischen heraus, dass sich auch die Bestrahlung mit einer starken Lichtquelle  positiv auf die Stimmung auswirkt. Noch sind die Wirkmechanismen nicht vollständig geklärt. Doch man nimmt an, dass das intensive Licht die Melatonin-Produktion  der Lichtrezeptoren beeinflusst. 

Natürlich kam man zur Überlegung, Tageslichtlampen mit UV-B-Licht auszustatten, um die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln. Doch UV-B gilt genau wie UV-A-Strahlung, im Übermaß als schädlich. Es kommt zwar auf die Dosis an, doch die ist bei jedem Menschen individuell verschieden. Deshalb kommen Tageslichtlampen mit UV-B-Anteil eher bei medizinischen Therapien zum Einsatz. Die Wirkung auf die Stimmung ist erfreulicherweise auch ohne UV-Licht vorhanden.
Eine entsprechende Lampe  ist etwa diese Lampe für Tageslicht-Simulation

Lichtpflanzen


Auch die Pflanzenwelt bietet Hilfe in der dunklen Zeit. Von Johanniskraut etwa weiß man, dass es die Haut lichtempfindlicher macht. Während man im Sommer vorsichtig mit der Anwendung eines daraus gebrauten Tees sein muss, kommt der warme Trank im Winter gerade recht.

Last but not least: Als beste Möglichkeit, risikofrei ein höheres Sonnenvitamin-Level zu erreichen und die Seele wieder leuchten zu lassen, bleibt letztendlich der Aufenthalt in der Natur.

Auf geht's!


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schwedenbitter, das Wunderelixier

Zu einer schönen Feier gehört ein festliches Essen. Als energiereiche Nahrung noch erlegt werden musste, kam rare Kost nur zu besonderen Anlässen auf den Tisch.
Gutes Essen hat besonders an Weihnachten und Ostern, an Geburtstagen und Hochzeiten Tradition. Doch oft fühlt man sich nach ausgedehnten Festgelagen unwohl. Fette Speisen und üppige Portionen bringen die Verdauung an ihre Grenzen.

Man entdeckte zum Glück, dass verschiedene Kräuter geeignet sind, um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen. Einige von ihnen sind extrem bitter. Allen voran der Wermut. Für mich ist er das bitterste Kraut, das ich je kennenlernte.
Sennesblätter mit ihren abführenden Eigenschaften kommen oft in Rezepturen gegen Verstopfung zum Einsatz.

Kräutertee und Kräuterschnaps
Um die Verdauung anzuregen, empfiehlt sich nach einem guten Essen traditionell ein Kräuterschnaps. Wer keinen Alkohol trinkt, kann auch einen entsprechenden Tee einnehmen.
Selbstgemachtes liegt ja im Trend. Auch einen Verdauungstrunk herz…

Öl von Japanischem Staudenknöterich

Der Japanische Staudenknöterich ist eine nicht heimische Pflanze, die sich inzwischen stark ausgebreitet hat und an vielen Orten zu finden ist. Oft siedelt er sich in der Nähe von Gewässern und an schattigen Waldrändern an.

Japanischer Staudenknöterich, ein aggressiver Neophyt
In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet findet er sich vor allem auf vulkanischem Gestein. Und es ist klar, eine Pflanze, die in der Lage ist dort Wurzeln zu schlagen besitzt besondere Wachstumseigenschaften. Und so macht es dem Japanischen Staudenknöterich nichts aus, wenn er in unserer stark verbauten Welt auf steinerne Hindernisse stößt. Es ist wohl seine gefürchtetste Eigenschaft, Mauerwerk durchdringen zu können. Findet er optimale Wachstumsbedingungen vor, verbreitet er sich unheimlich schnell und verdrängt angestammte Pflanzen.
So ist es kein Wunder, dass er inzwischen sehr oft in der Natur zu finden ist.

Nach dem man nun erkennen musste, dass die Ansiedlung bei uns ein Fehler war, begann man den Knöter…

Mai-Trunk, aromatisches Getränk mit langer Tradition

Zu den beliebtesten Getränken des Frühjahrs zählt die aromatische Mai-Bowle. Wein, Sekt und Waldmeister-Aroma sind ihre Hauptbestandteile. Während man sie heute als geistiges Getränk mit wunderbarem Geschmack schätzt, kannte man den Mai-Wein einst als stärkenden Trank. Die berauschende Komponente war neben den würzenden Eigenschaften sicher eine erwünschte Wirkung des Waldmeisters.

Waldmeister, die Heilpflanze
In alter Zeit galt Waldmeister als wichtiges Heilkraut. Traditionell nutzte man seine schlafförderne Wirkung, schätzte seine positive Wirkung auf die Verdauung und schrieb ihm wundheilende Kräfte zu.
Die Rauschwirkung prädestinierte Waldmeister geradezu als Beigabe für alkoholische Getränke. Schon die Kelten sollen ihn in dieser Weise genutzt haben.
Alte Aufzeichnungen des frühen Mittelalters belegen, das man Frühlingskräuter verwandte um Wein bekömmlicher zu machen. Zu ihnen zählte neben Waldmeister meist Gundermann, Erdbeerblätter und die Blätter der schwarzen Johannisbeere.