Dienstag, 15. Mai 2018

Fliederblüten, duftender Genuss

Leckere Fliederblüten-Naschereien selber machen

Geht man im Frühling durch die Natur, so wird man überwältigt von der Blütenfülle. Einige Blumen bestechen durch ihre Farben, andere duften besonders intensiv.
Flieder hat beides zu bieten. In vielen unterschiedlichen Farb-Variationen kann man seine Blüten in den vorsommerlichen Gärten entdecken. Gelegentlich finden sich auch ausgewilderte Exemplare.

Flieder schmückte mit seine duftenden Blüten einst jeden Garten


Flieder galt früher gemeinhin als schmückende Pflanze für den Garten. Die gesundheitliche Bedeutung war hierzulande eher unbekannt. Erst in den letzten Jahren erkannte man die vielen gesundheitlichen Vorzüge des Fliederstrauches, etwa die angstlösende Wirkung des Blütenöls.

Wegen ihres schönen Duftes nutzte man die Blüten vorwiegend als Rohstoff in der Kosmetik. Doch auch kulinarisch lassen sie sich verwenden.

Fliederblüten für den Gaumen


Für ein Fliederblüten-Gelee oder einen Sirup eignen sich am besten die stark duftenden Formen. Meist handelt es sich um die blass lila blühenden Exemplare.

Zutaten für das Fliederblüten-Gelee


Hat man geeignete Blüten gefunden, so müssen die kleinen Blütensterne von der Dolde abgezupft werden, so dass etwa 3 große Hände voll abgezupfte Fliederblüten zur Verfügung stehen.

Weiterhin benötigt man


1 großes Glas
1 kg Zucker
900 ml Wasser
100 ml Rotwein
1 Zitrone
Saft einer Zitrone
Geliermittel

Fliederblüten-Sirup herstellen


Zunächst wird der Zucker mit dem Wasser klar gekocht. Die Blüten füllt man in ein genügend großes Gefäß. Darüber kommt das mit Zucker versetzte abgekochte Wasser und einige Zitronenscheiben.

Die Blüten selbst dürfen nicht kochen, da der Sirup sonst bitter wird.

Die Mischung zieht etwa eine Woche unter gelegentlichem Umrühren.
Danach können Blüten und Zitronenscheiben entfernt werden. Wer will kann einen Teil nun als Sirup verwenden.

Fliederblüten-Gelee


Unter Zugabe des Zitronensaftes, dem Rotwein und dem Geliermittel wird das Gelee bereitet. Fertig ist ein leckerer, bekömmlicher Aufstrich.



Ein aromatischer Genus, der die Verdauung unterstützen kann.



Mittwoch, 2. Mai 2018

Mai-Trunk, aromatisches Getränk mit langer Tradition

Mai-Bowle oder Maitrunk war ein beliebtes Frühjahrsgetränk mit aromatischem Waldmeister und anderen Kräutern
Mai-Bowle, Mai-Trunk, Mai-Wein

Zu den beliebtesten Getränken des Frühjahrs zählt die aromatische Mai-Bowle. Wein, Sekt und Waldmeister-Aroma sind ihre Hauptbestandteile. Während man sie heute als geistiges Getränk mit wunderbarem Geschmack schätzt, kannte man den Mai-Wein einst als stärkenden Trank. Die berauschende Komponente war neben den würzenden Eigenschaften sicher eine erwünschte Wirkung des Waldmeisters.

Waldmeister, die Heilpflanze


In alter Zeit galt Waldmeister als wichtiges Heilkraut. Traditionell nutzte man seine schlafförderne Wirkung, schätzte seine positive Wirkung auf die Verdauung und schrieb ihm wundheilende Kräfte zu.
Die Rauschwirkung prädestinierte Waldmeister geradezu als Beigabe für alkoholische Getränke. Schon die Kelten sollen ihn in dieser Weise genutzt haben.
Alte Aufzeichnungen des frühen Mittelalters belegen, das man Frühlingskräuter verwandte um Wein bekömmlicher zu machen. Zu ihnen zählte neben Waldmeister meist Gundermann, Erdbeerblätter und die Blätter der schwarzen Johannisbeere.

Einen derart aufgepeppten Wein trank man, am besten täglich, um seine Lebensgeister zu erwecken.

Mai-Trunk, ein überliefertes Rezept


Neben den heute üblichen Zubereitungen einer Mai-Bowle, sind alte Rezepturen kaum in Gebrauch. Doch in alten Schriften kann man fündig werden. Ein Rezept aus dem 19. Jahrhundert möchte ich hier vorstellen.

Als Kräuter benötigte man Gundermann, Erdbeerblätter, Johannisbeerblätter der schwarzen Beeren, und natürlich Waldmeister.
Die Mengenangaben für 1 -1,5 Liter Weißwein lauteten jeweils auf 1 Loth, was etwa 15 Gramm entspricht.
Dazu kamen etwa 50 g Zucker.

Alte Rezepte für Mai-Trunk, natürliches Gesundheits-Mittel
Waldmeister,Gundermann,Erdbeere,Johannisbeere

Die Kräuter kamen in ein Gefäß und wurden mit dem Wein übergossen. Nach 2 Stunden entfernte man die Kräuter und das Getränk war servierfertig.

Nach der gleichen Methode stellte man eine Essenz her, die der Bevorratung diente:

Dabei verdoppelte man die Menge der Kräuter und ließ diese über Nacht im Wein ziehen. Anschließend wurde die Essenz in Flaschen abgefüllt. Von diesem Kräuteransatz wurden bei Bedarf 1/4 l zu 3/4 l Weißwein gegeben

Waldmeister und Cumarin


Die Duft verströmende Komponente von Waldmeister ist das Cumarin. Es gilt heute als lebertoxisch. Strenge Vorschriften sollen die Verbraucher vor einer schädigenden Menge Cumarin in der Nahrung schützen. Als unbedenklich gelten heute etwa 3g Waldmeisterkraut auf 1 Liter Wein. Das Rezept weist etwa die 5fache Menge aus. Wer dieses alte Rezept ausprobieren möchte, muss daher die Menge des Waldmeister auf 3g/l reduzieren.


Waldmeister-Bowle mit Limette


In unsere Zeit hat die Zubereitung als Bowle den Mai-Trunk verdrängt. Ein aromatisches Getränk gelingt mit folgendem, simplen Rezept:

Als Zutaten benötigt man


1,5 Liter Weißwein
1 Bund Waldmeister (leicht welk)
2 Limetten
0,75 Liter eisgekühlter Sekt
eventuell Zucker, bis 100 g

Zubereitung der Mai-Bowle


Als erstes gibt man Weißwein in ein Bowlen-Gefäß, nun den Waldmeister ohne Stiele zufügen und darin maximal zwei Stunden lang ziehen lassen. Anschließend die Blätter entfernen und die in Scheiben geschnittenen Limetten hinzufügen. Danach wird Zucker dazugeben und umgerührt. Erst kurz vor dem Servieren kommt der eisgekühlte Sekt hinzu.

Mein Fazit


Ich schätze beide Zubereitungs-Arten. Waldmeister-Bowle schmeckt spritzig aromatisch. Den Mai-Trunk verwende ich, wie einst empfohlen, als stärkendes Frühjahrs-Tonikum.

Wer Waldmeister in seiner Nähe findet, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, diese leckere Bowle selbst zu machen.


Mittwoch, 18. April 2018

Japanischer Staudenknöterich, leckere Rezepte mit einer gesunden Gemüsepflanze

Leckerer Rezepte aus einem unterschätzten Gemüse

Wächst  irgendwo Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica), werden oft schwere Geschütze aufgefahren. Der Invasor wird mit allem was das Chemie-Arsenal hergibt bekämpft. Und ja, er ist tatsächlich sehr wüchsig. Seine Ausläufer graben sich oft mehrere Meter durch die Erde um an überraschenden Stellen erneut hervorzubrechen. Doch es gibt eine bessere Art die exotische Pflanze in Schach zu halten, man kann sie einfach verzehren.

Staudenknöterich fermentieren


Vor kurzem habe ich ein neues Rezept mit Japanischem Staudenknöterich entdeckt. Bisher hatte ich den Knöterich zubereitet wie Rhabarber, doch da empfinde ich ihn als etwas zu schleimig.
Ich hörte nun, dass man ihn in Japan 10 Tage in Quellwasser einlegt. Insgesamt gab es keine genauere Beschreibung. Doch mir ist bekannt, dass man in Asien vieles milchsauer fermentiert.

Das Fermentieren hat außerdem den Vorteil, dass die in der Pflanze enthaltene Oxalsäure reduziert wird.

Und so habe ich Itadori milchsauer fermentiert


Die jungen Schösslinge werden dazu geputzt und über Nacht gewässert. Am nächsten Tag legt man sie in Salzwasser (50g auf 1l) ein, genau wie Salzgurken. Die Schösslinge sollen nun 10 Tage einweichen. Analog zu den Gurken, kamen sie dazu an eine kühlen Ort.
Das Ergebnis ist tatsächlich sehr lecker.

Japanischen Staudenknöterich sauer einlegen


Wer nicht warten mag, kann die Schößlinge auch sauer einlegen, wie Mixed Pickles. Und auch das Säuern bietet den Vorteil, dass die enthaltene Oxalsäure reduziert wird.

Das Rezept


Benötigt werden:

1 Tasse Wasser
1 Tasse Apfelessig
1 Esslöffel Salz
2 Esslöffel Zucker
1-3 getrocknete Chilies
3 geschälte Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer
1-2 Tassen Knöterich, in Stücken geschnitten

Zubereitung der Mixed Pickles


Staudenknöterich wird geputzt und gewässert


Der Knöterich wird ebenso wie beim Fermentieren beschrieben, bereits einen Tag vorher geputzt und gewässert.

Tags darauf mischt man in einem Kochtopf das Wasser, Apfelessig, Salz und Zucker. Bei mittlerer Hitze soll die Lake 2 - 3 Minuten köcheln, danach kann sie abkühlen.

Während die Mischung abkühlt, zerteilt man die Schösslinge, füllt Knoblauch, Chili, Ingwer in ein ausreichend großes Glas, gibt den zerteilten Knöterich hinzu und gießt den eventuell noch warmen Sud darüber.
Das Glas wird verschlossen und kommt vollständig abgekühlt in den Kühlschrank. Nach 24 Stunden, kann man den durchgezogenen Knöterich bereits probieren, aber nach 48 Stunden schmeckt das eingelegte Gemüse noch besser.

Die Knöterich-Pickles halten etwa 3 bis 4 Wochen im Kühlschrank.

Nutzung des Japanischer Staudenknöterichs als Nahrungspflanze


Der Staudenknöterich wir in seiner Heimat Japan als Gemüse sehr geschätzt. Durch das Wässern, Fermentieren und sauer Einlegen kann ein Teil der Oxalsäure zwar neutralisiert werden. Doch wegen der möglicherweise noch darin verbliebenen Oxalsäure sollten empfindliche Menschen, etwa mit rheumatischen Erkrankungen, keine großen Mengen essen.

Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthält die Pflanze in allen Teilen den sekundären Pflanzenstoff trans-Resveratrol, der zahlreiche therapeutische Nutzwirkungen besitzt. Resveratrol wirkt etwa als Phytoöstrogen. Unter anderem sagt man dieser Substanz positive Effekte auf die Lebenserwartung nach.
Wegen seiner gesundheitlichen Wirkungen gilt der Japanische Staudenknöterich seiner Heimat schon lange als wertvoll und heilkräftig.

Und das Beste: er ist überraschend lecker!




Montag, 26. März 2018

DIY Fußcreme: So bekommt man zarte Füße

Fußcreme für zarte Füße benötigt nur wenige Zutaten. Und das Beste: sie hält die Hornhaut geschmeidig und macht die Füße schön weich
natürliche Fußpflege-Creme

Unsere Füße kommen bei der Körperpflege manchmal etwas zu kurz. Doch auch wenn man sie badet, peelt und salbt, werden sie trockener und zeigen gelegentlich Risse in der Hornhaut.

Vor allem das Alter spielt dabei eine Rolle. Mit zunehmenden Lebensjahren spürt man, dass etwa die Zehennägel härter erscheinen. Sie sind nicht mehr so elastisch. Oft schneiden sie sich so tief in die Fußhaut, dass es schmerzt.


Mit einem Fußbad lassen sich Füße zart pflegen


Das Alter können wir nicht aufhalten. Doch mit einigen Tricks kann man der trockenen Haut wieder ihre Elastizität zurückgeben. Eine ganz simple Anwendung, die sofort zu einem weichen Hautgefühl führt, ist ein Fußbad.

Ich setze meinem Fußbad gerne etwas Meersalz hinzu. Meersalz sorgt dafür, dass die Hornhaut lange geschmeidig bleibt.
Und eine Handvoll Meersalz eignet sich darüber hinaus hervorragend als Peeling für die nun weiche Hornhaut. Mit dem Kürzen der Zehennägel hat man jetzt leichtes Spiel.

Wer kein Meersalz für das Fußbad zur Hand hat, kann statt dessen einfaches Kochsalz aus der Küche hernehmen.


DIY Pflegecreme für die Füße


Damit die Fußhaut weiter geschmeidig bleibt, benötigt man nach einem Fußbad eine spezielle Pflege. Sonst vergeht das schöne Zartgefühl, sobald die Füße abgetrocknet sind. Leider auch ein Problem, mit dem ich mich herumschlage. Doch es gibt Abhilfe.

Ich habe ein schönes Rezept entwickelt, um die sehr trockene Haut an den Füßen länger geschmeidig zu halten.

Rezept für eine feuchtigkeitsbewahrende Fußcreme


Zutaten:


25 g Sojaöl
5 g Wollwachs (Lanolin anhydrid)
3 g Bienenwachs
15 g Aloe-Vera-Saft
15 g  Trinkalkohol 38-40%ig




 

Zubereitung:


Zunächst wird das Sojaöl mit dem Wollwachs und dem Bienenwachs zusammen vorsichtig erhitzt bis alle Zutaten vollständig geschmolzen sind.

Anschließend gebe ich den Alkohol hinzu und mixe alles. Nach dem die Mischung eine schöne Emulsion gebildet hat und nicht mehr so heiß ist, gebe ich den Aloe-Vera-Saft hinzu und mixe erneut, bis die Flüssigkeit vollständig in der Emulsion aufgegangen ist.
Es entsteht eine sehr gehaltvolle, schöne Creme.

Anwendung der Fußcreme


Meine Erfahrung ist, dass die Geschmeidigkeit der Fußhaut am längsten anhält, wenn man die Creme sofort nach einem Fußbad in die Haut einmassiert.

Eine andere schöne Möglichkeit, die Haut geschmeidig zu bekommen ist eine Fußmaske, die über Nacht einwirkt. Dazu cremt man die Füße vor dem Schlafen gehen intensiv ein, so dass sie richtig fettig glänzen. Baumwollsöckchen übergestreift verhindern, dass die Maske in der Bettwäsche landet. Und während man schläft, machen die Wirkstoffe aus einem Raubein ein Samtpfötchen.

Wirkung der Fußcreme


Natürlich habe ich mir etwas bei der Auswahl der Zutaten gedacht. Ganz bewusst habe ich mich etwa für das Sojaöl entschieden. Es besitzt einen hohen Anteil an Lecithin. Das ist ein Stoff, der dazu neigt natürliche Liposome zu bilden. Vereinfacht gesagt sind Liposome Fettbläschen, mit einem wässrigen Kern. Sie sind in der Lage, tief in die Epidermis einzudringen, dorthin wo Fett und Feuchtigkeit gebraucht werden.

Wollwachs ist bekannt dafür, Feuchtigkeit der Haut zu binden. Auch Aloe Vera verbessert den Feuchtigkeitsgehalt.

Den Alkohol benötige ich, um der Creme eine gewisse Haltbarkeit zu verleihen. Im Kühlschrank hält sie so mindestens 6 Monate. Viele Obstbrände, auch Wodka oder Doppelkorn können als alkoholischer Zusatz genutzt werden.

Verträglichkeit der Fußcreme


Die Rezeptur ist so aufgebaut,dass die Creme für jeden Hauttyp geeignet ist. Außerdem habe ich auf den Zusatz von Duft-Komponenten verzichtet. Daher sollte selbst empfindliche Haut mit dieser Creme gut zurechtkommen.

Keine Angst vor Alkohol


Die Alkoholmenge ist im Endprodukt so gering, dass die Hautverträglichkeit gegeben ist. Wer speziell auf Alkohol empfindlich reagiert, kann den Alkohol weglassen und die Flüssigkeitsmenge statt dessen durch Aloe Vera Saft ergänzen. Das mindert allerdings die Haltbarkeit.

Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Alkohol vor allem dann irritierend wirkt, wenn keine rückfettenden Komponenten im Pflegeprodukt enthalten sind. Das kann bei Deos etwa zum Problem werden. Nicht so bei meiner wunderbaren Fußcreme, denn diese Formulierung ist mit Fetten reich gesegnet.

Fazit


Meine DIY-Fußcreme ist ein Basic der Körperpflege und mit wenig Aufwand leicht herzustellen.

Probiert es.
Ich wünsche gutes Gelingen!







Dienstag, 20. März 2018

Bärlauchbutter, eine gesunde Köstlichkeit

Im Frühling sprießt der Bärlauch als erstes Gemüse in der Natur
Bärlauchbutter


Bärlauch gehört zu den ersten Kräutern, die im Frühjahr geerntet werden können. Sein intensives Lauch-Aroma ist eine aromatische Bereicherung des Speiseplans. 
Nachdem er lange Zeit wenig beachtet wurde,  schenkt man ihm und seinen wohltuenden Wirkungen inzwischen wieder die verdiente Aufmerksamkeit.

Sammeln des Bärlauch


Kaum, dass die Sonne den Februarschnee vergehen lässt, schieben sich die saftig grünen Spitzen des Bärlauch durch das Laub des letzten Jahres. An sonnigen Flecken zeigt sich der Austrieb als Erstes.

Seine lauchartig duftenden Blätter können nun bis zum Beginn der Blüte gesammelt werden. In dieser Zeit besitzen sie die beste Gesundheitskraft. Danach benötigt der Bärlauch seine Energie für die Reproduktion und gibt alle Kraft für die Bildung seiner Samen. 

An sonnigen Stellen im Wald zeigt sich Bärlauch als erstes
Bärlauch im Wald



Eine Köstlichkeit selbstgemacht


Im Grunde ist die Zubereitung von Bärlauchbutter denkbar einfach. Nur wenige Zutaten werden benötigt, die bis auf den Bärlauch, garantiert in jeder Küche zu finden sind.
 

Rezept für die Zubereitung der Bärlauchbutter


Benötigt werden
ca. 100g Bärlauch
125 g Butter
Salz
Pfeffer 
Abrieb von einer Bio-Zitrone

Den Bärlauch gebe ich er Einfachheit halber in meine Küchenmaschine und zerkleinere ihn vorsichtig. Allerdings kann er auf diese Weise leicht bitter werden. Deshalb ist es evtl. besser, wenn man keine Enttäuschung erleben will, ihn mit einem Messer klein zu schneiden.

Anschließend gebe ich die Butter (weich) und die Gewürze hinzu und lasse die Maschine nochmals kurz laufen.


Bärlauch mit Butter vorsichtig mischen
Butter mit Bärlauch vermengen


Nachdem die Masse gut durchmischt ist, wird sie in einer Frischhalte-Folie zu einer Rolle geformt und im Kühlschrank aufbewahrt.
Fertig ist der gesunde Genuss! 

Verwendung von Bärlauchbutter 


Die fertige Bärlauchbutter kann ebenso wie Kräuterbutter verwendet werden. Pur, auf frischem Brot schmeckt sie mir besonders lecker. Statt Knoblauch kann sie Nudelgerichte automatisieren. Butterreis mit Bärlauchbutter macht Appetit auf mehr.
Und auf einem Steak zerlaufen, ist sie einfach ein Gedicht!

Mittwoch, 21. Februar 2018

Wintercreme für trockene Haut

Trockene Haut ist ein häufiges Problem im Winter. Die richtige Hautpflege kann helfen

Der Winter bedeutet Stress für unsere Haut. Sie reduziert ihre Funktionen und produziert weniger Fett und Feuchtigkeit, eine Anpassung an die tiefen Temperaturen der kalten Jahreszeit. Doch Heizungsluft ist eine moderne Herausforderung. Damit kommt die Haut oft nicht klar. Sie wird rau und trocken, zeigt Rötungen und Unreinheiten.

Die tägliche Reinigung bedeutet zusätzlichen Stress, denn das bisschen Fett, was die Haut zu ihrem Schutz produziert kann gar nicht so schnell nachgeliefert werden, wie es davongespült wird.

Schnelle Hilfe für trockene Haut


Eine Möglichkeit lautet: weniger duschen


Doch das ist gar nicht so leicht umzusetzen. Gewöhnt an die täglichen erfrischenden Schauer, fühlen wir uns ohne das gewohnte Ritual nicht sauber. Wer im Job etwa  häufig  mit Kunden in Kontakt kommt, möchte nicht riskieren, durch Körpergeruch unangenehm aufzufallen und die Kunden so zu vertreiben.

Im Winter gilt besonders: nach dem Duschen eincremen


Doch auch wer fleißig cremt bemerkt dass die gewohnte Pflege der Haut nicht ausreicht.

Im Winter benötigt unsere Haut mehr Feuchtigkeit. Paradoxerweise helfen ihr dabei die richtigen Fette und Öle. Denn diese binden die entweichende Feuchtigkeit und helfen, dass die Haut weich und geschmeidig bleibt.

Hautcreme für die trockene Winterhaut


Die Basis bildet ein geeignetes Öl. Ich verwende gern Walnussöl. Es ist so mild, dass es sogar bei  empfindlicher Haut empfohlen wird. Das Öl der Walnuss besitzt viele Vitamine, wertvolle Fettsäuren und Lecithin. Sein Fettsäureprofil ähnelt darüber hinaus dem unserer Haut.

Wintercreme für trockene Haut - das Rezept


Zutaten


25g Walnussöl
5g Wollwachs
3g Bienenwachs

10g Lavendeltinktur 40%ig
20g Rosenydrolat

Die Zuberereitung ist sehr simpel:


Zunächst erwärme ich stets die Fettkomponenten Walnussöl, Wollwachs und Bienenwachs in einem feuerfesten Glas. Ein einfaches Schraubglas, etwa ein Marmeladenglas tut es auch und besitzt genau die passende Größe.

Haben sich das Bienenwachs und das Wollwachs vollständig im Öl gelöst, kommen Lavendeltinktur und Rosenhydrolat hinzu.

Anschließend mixe ich die Zutaten. Um die Sache zu beschleunigen, kommt das Glas dazu in ein Wasserbad mit kaltem Wasser.

Man erhält eine schöne stabile, cremfarbene Emulsion, die wunderbar nach Lavendel und Rose duftet.
Abgefüllt in einen Glastiegel hält die Wintercreme mindestens 6 Monate.

Wirkung der Wintercreme


Die wunderbar duftende Hautcreme eignet sich für trockene, feuchtigkeitsarme, empfindliche Haut, ist aber auch für normale Haut bestens geeignet. Wegen der Reichhaltigkeit muss jeder für sich entscheiden, ob er mehr oder weniger Creme aufträgt. Bei besonders trockener Haut kann man die Pflegewirkung noch mit einem feuchtigkeitsspendenden Serum ergänzen.

Walnussöl

besitzt neben seinen hautpflegenden Wirkstoffen das wichtige Vitamin K. Dieses Vitamin gilt als essentieller Wirkstoff bei der Regeneration des Bindegewebes.

Lavendel

wird als hautglättend beschrieben. Es wirkt entspannend auf die Mimikmuskulatur. Gegen Falten genau das Richtige.

Rosenhydrolat

ist ein beliebter Anti Aging-Wirkstoff. Doch es kann noch mehr. Wissenschaftler fanden antibakterielle Eigenschaften. Das erklärt seine beruhigende Wirkung, gerade auf entzündliche und unreine Haut und es harmonisiert die Hautfunktionen. Bei Rosenhydrolat wurde ein Anti-Lipase-Effekt beobachtet, das heißt, es hemmt die Fettzersetzung, gut für unser leicht verderbliches Walnussöl.

Wollwachs

besitzt hervorragende wasserbindende Eigenschaften. Einst galt Wollwachs als Haut-Therapeutikum. Doch in der modernen Viehzucht werden inzwischen viele Pestizide eingesetzt. Nicht zuletzt deswegen wurden  in seltenen Fällen unerwünschte Hautreaktionen beobachtet. Wer die Vorzüge von Wollwachs in seiner selbstgemachten Kosmetik nutzen möchte, sollte daher ein hochgereinigtes Wachs verwenden.

Ein geeignetes Wollwachs findet ihr hier:






Anwendung der Wintercreme


Die Anwendungsmöglichkeiten für diese Pflegecreme sind sehr vielfältig. Sie lässt sich als Gesichtscreme, als Körpercreme aber auch als Gesichtsmaske verwenden. Wegen ihres beruhigenden Lavendelduftes ist sie die ideale Nachtcreme.

Für eine Gesichtsmaske gibt man am besten Abends eine Messerrücken dicke Schicht aufs gereinigte Gesicht und wenn man mag aufs Dekolleté. Nach etwa 1/2 Stunde nimmt man lediglich die Cremereste ab. Ein weiteres Reinigen oder neu Eincremen ist bei dieser Maske nicht mehr nötig.

Eine herrlich unkomplizierte Anwendung.
Probiert es aus!


Samstag, 10. Februar 2018

Duftendes Orangenöl selbst gemacht

DIY Orangenöl belebt den Körper und hebt die Stimmung,

Kurze Tage, wenig Licht, so begegnet uns die kalte Jahreszeit. Die Sehnsucht nach dem Sommer wächst. Atmen wir den frischen Duft von sonnenverwöhnten Orangen, empfindet unsere Seele dies, wie ein hoffnungsvolles Licht in der Dämmerung.

Der wohltuende Orangenduft konzentriert sich in der Schale. Sie umhüllt die Frucht und schützt das Fruchtfleisch vor dem Verderb mit Hilfe des darin enthaltenen ätherischen Öls. Um an das leckere Fruchtfleisch zu gelangen, entfernt man die Schale, die anschließend im Abfall landet. Doch im Grunde ist sie dafür viel zu schade. Aus diesen Orangenschalen lässt sich, basierend auf wenigen Zutaten, ein duftendes DIY-Pflegeöl mit vielen überraschenden Wirkungen zaubern.

Wirkungen von Orangenöl


Düfte wirken auf vielfältige Weise auf uns ein. Sie berühren Körper und Seele gleichermaßen.

Von ätherischem Orangenöl kennt man auf körperlicher Ebene vor allem seine antibakterielle Wirkung. Sie ist seit langem bekannt und in Studien wissenschaftlich bestätigt.

In der Aromatherapie setzt man hingegen auf die psychische Wirkung. Hier bedient man sich des ätherischen Orangenöls unter anderem als Stimmungsaufheller und zur Auflösung von Ängsten.

Den intensiv duftenden Aromastoff der exotischen Früchte extrahierten findige Alchemisten schon vor Jahrhunderten. Heilkundige des Mittelalters wussten bereits aus Orangenschalen heilenden Sirup und ätherisches Öl herzustellen.
Damals schätze man die Wirkungen dieses aromatischen Öls bei äußerlicher und innerer Anwendung gleichermaßen.

So galt es nach Tabernaemontanus, einem mittelalterliche Gelehrten, etwa als probates Mittel gegen Hämorriden. Auch empfahl er Orangenöl zur Stärkung und Erwärmung der Gelenke.

Die Herstellung eines Ölauszuges aus Orangenschalen


Ein duftendes Öl aus Orangenschalen herzustellen ist denkbar einfach:
Man benötigt dazu lediglich ein Schraubglas, ein gutes Pflanzenöl und die Schalen von Bio-Orangen.

Zubereitung


Die Orangenschalen werden angetrocknet, damit sie während der Mazeration nicht verderben.
Um eine möglichst hohe Konzentration an ätherischem Öl zu erhalten, zerkleinere ich die Schalen vor der Mazeration grob mit einer alten Kaffeemühle. Es geht aber ebenso gut mit einer Küchenmaschine.




Diese zerkleinerten Schalen kommen in ein Schraubglas. Ich fülle das Glas lediglich zu drei Vierteln mit Orangenschalen. Das Material wird daraufhin mit einem schönen Pflanzenöl begossen, mindesten bis es vollständig mit Öl bedeckt ist.
Als Pflanzenöl nutze ich gerne Mandelöl. Es besitzt einen neutralen Duft, wirkt sehr hautfreundlich und wird selbst von sehr empfindlicher Haut bestens vertragen.

Nun braucht es etwa 4 Wochen Ruhe an einem warmen Ort, um das Pflanzenöl mit dem ätherischen Orangenöl zu sättigen. Gut bewährt hat sich dafür meine Zentralheizung.

Nach 4 Wochen  kann das fertige Öl abgefiltert und in eine Glasflasche abgefüllt werden.
Das Pflanzenöl leuchtet nun in einem warmen orangen Farbton und duftet herrlich frisch.


Wichtige Inhaltsstoffe der Orangenschale


Das ätherische Orangenöl, aber auch andere Wirkstoffe reichern sich während dieser Extraktion im Pflanzenöl an, etwa die enthaltenen fettlöslichen Carotinoide.

Carotinoide, meist erkennbar an ihrer orangen Farbe, zählen zu den wirksamsten Antioxidantien, das heißt, sie können freie Radikale neutralisieren. Diese aggressiven Verbindungen gelten als eine Ursache für die Schädigung unserer Körperzellen und sollen unter anderem mit verantwortlich für eine vorzeitige Hautalterung sein.

Besonders interessant sind die Flavonoide der Orangenschale. Sie besitzen entzündungwidrige Eigenschaften. Aktuelle Studien deuten gar auf eine mögliche Antikrebswirkung hin.

Verwendung des Orangenöls als Stimmungsaufheller


Die Aromatherapie kennt das ätherische Öl der Orangen seit langem als stimmungsaufhellenden Duft. Diesen Gute-Laune Effekt machen sich Kosmetikhersteller etwa in Duschgels und Badeölen zunutze.

Verwendung des Orangenöls zur Hautpflege


Orangenöl eignet sich darüber hinaus hervorragend zur Pflege der Haut. Neben den Carotinoiden, die im Anti Aging eine Rolle spielen, besitzt die Orangenschale bestimmte Wirkstoffe, die sich als hilfreich bei sonnengeschädigter Haut erwiesen haben. Entsprechende Kosmetikprodukte unterstützen mit  diesen entzündungshemmenden Stoffen den Regenerationsprozess der angegriffenen Haut.

Verwendung des Orangenöls als Massageöl


Dem Orangenöl werden gewebestraffende Wirkungen zugeschrieben. Daher setzt man es gern als Massageöl gegen Cellulite und schlaffe Haut ein.

Anwendung unseres DIY-Orangenöls 


Für eine bessere Handhabung stelle ich aus dem Öl gern eine Creme oder einen Balsam her. Das geschieht nach einem einfachen Rezept:

Ich benötige etwa 50g Orangenöl und 4g Bienenwachs.

Das Wachs wird in dem Öl erwärmt, bis es vollständig geschmolzen ist. Anschließen in einem kleinen Glastiegel abgefüllt, verfestigt sich die Mischung beim Abkühlen und ist sofort einsatzbereit.

Der entstandene Balsam kann nun verwendet werden als

  • straffender Massagebalsam
  • Abschmink-Gel
  • Nachtcreme
  • Gesichtsmaske
  • After-Sun-Pflege

Hinweis für die Anwendung von Orangenöl


Ätherisches Orangenöl gilt als mäßig phototoxisch. In wieweit dies für unser DIY-Orangenöl gilt, konnte ich nicht ermitteln. Doch vorsichtshalber empfehle ich, Zubereitungen mit diesem Öl tagsüber nicht auf sonnen-exponierten Hautbereichen zu verwenden.






Freitag, 26. Januar 2018

Natur pur: Vitamin-Maske mit Hagebutte

Natur pur: Die Hagebutten-Kosmetik pflegt mit natürlichem Vitamin C

Hautpflege gehört zu unseren täglichen Ritualen, vor allem der Hygiene wegen. Doch ab und an sollten wir unserer Haut etwas Besonderes gönnen, eine Gesichtsmaske etwa.

Hagebutten, volle Vitamin-Power


Möchte man seine Haut mit Vitaminen verwöhnen, so sind Hagebutten eine gute Wahl. Sie enthalten besonders viel Vitamin C, daneben die Vitamine A, E und K.
Außerdem besitzen sie einen hohen Anteil an Gerbstoffen und Fruchtsäuren.

Was wird für diese intensive Maske benötigt?


Zutaten


30g Hagebuttenöl (auf Sojaölbasis)
10g Hagebuttentinktur 40 %ig
20g Ringelblumentee
3g Bienenwachs
3g Rosenwachs

Vorbereitungen

Herstellung der Pflanzenauszüge


Damit man das gesamt Vitamin-Potential der Hagebutte nutzen kann, wird für die Gesichtsmaske ein Ölauszug und ein alkoholischer Auszug angesetzt.
Ich habe mit dem alkoholischen Auszug begonnen, da dieser etwa 14 Tage benötigt, bis die Wirkstoffe ausgelöst sind.

Dafür wurden getrocknete Hagebutten von mir in einer alten Kaffeemühle zerkleinert. Anschließend kamen sie in ein 100ml Schraubglas. Ein Drittel des Glases nahm das Mahlgut etwa ein. Mit 40%igem Alkohol, in dem Falle Korn, wurde bis oben hin aufgefüllt.
Nach 2 Wochen war der Ansatz fertig.

Für den Ölansatz habe ich den verbliebenen Trester genutzt. Ich nutze gern Sojaöl. Die Prozedur ist dabei die gleiche, wie beim Topinamburöl beschrieben.

Warum kein neues Mahlgut nötig ist?


Mit dem Öl bekomme ich ohnehin nur die verbliebenen öllöslichen Wirkstoffe gelöst und die sind in dem Trester noch vorhanden.
Der Verbrauch an Hagebutten reduziert sich dadurch um die Hälfte, ein schöner Nebeneffekt.

Hagebutten-Maske, die Arbeitsanleitung


Sind die Hagbutten-Zutaten einsatzbereit, kann gerührt werden.
Zunächst wird ein Ringelblumentee gebrüht: 1EL Ringelblumenblüten auf 1 Tasse Wasser.

Während der Tee zieht, wird das Öl mit dem Wachs vorsichtig erwärmt.
Sobald das Wachs vollständig aufgelöst ist, wird das Öl vom Herd genommen. Nun kommt der Ringelblumentee und die Hagebutten-Tinktur hinein. Anschließend muss die Mischung gerührt werden, bis sich eine schöne Emulsion gebildet hat. Ich nutze dafür einen kleinen Mixer. Durch die hohe Drehzahl verbinden sich die Wirkstoffe besonders gut.




Die fertige Maske ist sofort einsatzbereit und kann in einen vorbereiten Glastiegel abgefüllt werden. Sie reicht für 3 bis 6 Anwendungen, je nach dem, wie üppig man aufträgt. Durch den Alkohol hält sich der Rest im Kühlschrank noch mindestens 6 Monate.

Beabsichtigte Wirkung der Hagebutten-Maske


Das ACE-Vitamin-Trio hat sich in der Kosmetik als bewährte Anti-Aging-Formel etabliert. Diese Vitamine gelten als gute Radikalfänger, dass sind Stoffe, die aggressive Stoffwechselsubstanzen neutralisieren können. Man nimmt an, dass so der Hautalterung entgegengewirkt werden kann.

Vitamin K wird gern in Kosmetikformulierungen gegen Hautunreinheiten eingesetzt. Es stärkt die Wände der feinen Äderchen, kommt daher auch für Couperose-Haut in Betracht.

Gerbsäuren wirken tonisierend und porenverfeinernd. Sie sind in Hagebutten und Ringelblumen enthalten.
Darüber hinaus gilt Ringelblume als Regenerations-Stimulans für das Bindegewebe der Haut.

Für wen ist die Hagebutten-Maske geeignet?


Wegen der Vielzahl an Antioxidantien empfiehlt sich die Maske besonders für reife Haut. Sie zeigt oft große Poren und rote Äderchen.

Auch unreine Haut kann damit gepflegt werden. Die enthaltenen Fruchtsäuren besitzen einen gewissen Peelingeffekt und können Verhornungen der Haut sanft lösen.

Die Fette sorgen dafür, dass auch trockene Haut nicht zu kurz kommt. Im Sojaöl enthaltenes Lecithin etwa gilt als feuchtigkeitsbewahrend, Ölsäuren wirken rückfettend.

Fazit


Zugegeben, etwas aufwändig ist die Herstellung der Hagebuttenmaske schon. Doch durch die lange Haltbarkeit lohnt sich die Arbeit. Wer mag kann durchaus eine größere Portion herstellen. Die einfachste Methode ist, die Mengen der Zutatenliste zu verdoppeln. Der Ölauszug und die Tinktur sollten dafür ausreichen.

Ich wünsche allen ein gutes Gelingen!







Dienstag, 16. Januar 2018

Intervall-Fasten, gesundes Hungern

Intervallfasten für Anti Aging und Gesundheit

Weihnachten, Ostern, Geburtstage sind Feste, zu denen traditionell besondere kulinarische Köstlichkeiten gereicht werden. Kehrt der Alltag wieder ein, merkt so mancher, dass die Kleidung nicht mehr richtig passt. Der Gedanke an eine Diät keimt auf.

Fasten hat eine lange Tradition


Für unsere Vorfahren begann nach den üppigen Festen das Fasten - doch nicht allzu abrupt. Vorher war es Brauch noch einmal richtig über die Stränge zu schlagen. Wir kennen diese Zeit als Karneval. Allerdings ist der Ursprung des närrischen Treibens in den Hintergrund gerückt. Tatsächlich befolgen die wenigsten Menschen anschließend die strengen kirchlichen Fasten-Vorschriften.

Fasten als Jungbrunnen und zur Gewichtsreduktion


Inzwischen wurde das Prinzip des Fastens wiederentdeckt und findet als Gesundheits-Trend Beachtung.
Nach dem es jahrelang hieß, Fasten tauge nicht zum Abnehmen, zeigen aktuelle Forschungen, dass man mit bestimmten Fastenformen sehr wohl zu einer dauerhaften Gewichtsreduzierung gelangen kann. Sie werden als Intervallfasten oder Kurzzeitfasten bezeichnet.
Neben der Gewichtsreduktion verspricht das Kurzzeitfasten die Gesundheit zu fördern, und enthält als Bonus einen Anti Aging Effekt.

Fasten-Intervalle


Für eine Gewichtsreduktion gelten verschiedene Intervall-Zeiten als wirksam.
Eine mögliche Variante des Intervallfastens ist die 5:2-Diät. Sie basiert auf der Annahme, dass zwei Fastentage innerhalb einer Woche die Energiebilanz auf Dauer ins Minus rutschen lassen.
An den Fastentagen sind bis 25 Prozent der benötigen Nahrungsenergie erlaubt. Das entspricht einer Energiezufuhr von maximal 600 Kalorien. An den anderen Tagen wird ganz normal gegessen.

Auch die Variante 1x pro Woche verspricht den gewünschten Effekt der Gewichtsreduktion.

Noch reduzierter kommt die 16:8 Strategie daher, dass bedeutet mindestens 16 Stunden am Stück nicht essen. Mit der nächt­liche Nahrungspause und dem anschließenden Auslassen des Frühstücks kann man die 16 Stunden einigermaßen leicht überstehen.

Ähnlich funktioniert das Dinner Cancelling, bei dem die Abendmahlzeit weggelassen wird. Hier gilt als Regel, keine Nahrungsaufnahme nach 17 Uhr.

Internsiver hingegen ist der Fastenzyklus 1:1. Hier folgt der tägliche Wechsel zwischen Fasten und normalem Essen, in England auch als Eat-Stop-Eat oder Every Other Day Diet bekannt. Dabei wird an den Fastentagen  noch weniger als bei den anderen Methoden verzehrt oder ganz auf das Essen verzichtet.

Viele Publikationen sind zum Thema Kurzzeitfasten sind bereits erschienen. Doch das Buch "The Fast Diet" sorgte in England ordentlich für Wirbel und löste einen regelrechten Hype aus.





Forschungsergebnisse zum Kurzzeitfasten


Wissenschaftler, die sich mit Übergewicht und chronischen Erkrankungen auseinandersetzen, erforschten bereits die genaueren Abläufe während des Fastens im Stoffwechsel. Ihre Untersuchungen legen nahe, dass der Körper sich regeneriert und Alterungsprozesse verlangsamt werden.

An Fliegen, Mäusen und Ratten konnten Forscher sogar lebensverlängernde Effekte nach­weisen.
Doch auch Untersuchungen mit normal- und übergewichtigen Menschen zeigten neben der Gewichtsabnahme Verbesserungen verschiedener Gesundheitsindikatoren, etwa der Insulinresistenz. Daneben beobachteten sie die Reduzierung verschiedener Risikofaktoren, die für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen verantwortlich sind.

Nachdem man in Amerika seit langem Forschungen zum Kurzzeitfasten betreibt, hat endlich auch Europa mit Studien nachgezogen. Sie bestätigen im wesentlichen die positiven Ergebnisse.
So vermutet etwa das Team um Professor Dr. Frank Madeo von der Universität Graz, dass kurzzeitige Fasten-Intervalle auch unser Altern verzögern können.
Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum in München entdeckten positive Effekte auf den Leberstoffwechsel. Diese Erkenntnis ist um so bedeutsamer, da die nichtalkoholische Fettleber, hervorgerufen durch Bewegungsmangel in Verbindung mit hochkalorischer Kost, ein zunehmendes Gesundheitsproblem unserer Zeit darstellt.

Fazit


Trotz aller positiven Ergebnisse, bleibt festzuhalten, dass auch das Kurzzeitfasten nur dauerhaften Erfolg verspricht, solange man es praktiziert. Doch die, durch aktuelle Forschungen erlangten Erkenntnisse sind durchaus motivierend, das Intervallfasten kontinuierlich zu betreiben.

Angefixt durch die Recherchen zu diesem Post habe ich nun tatsächlich den Entschluss gefasst das Intervallfasten auszuprobieren.
Das große Plus: Es erscheint mir unkompliziert in den Alltag integrierbar und benötigt keine aufwendige Vorbereitung.





Mittwoch, 3. Januar 2018

Schwedenbitter, das Wunderelixier

Gesunde Verdauung für einen gesunden Körper mit traditionsreichem Schwedenbitter

Zu einer schönen Feier gehört ein festliches Essen. Als energiereiche Nahrung noch erlegt werden musste, kam rare Kost nur zu besonderen Anlässen auf den Tisch.
Gutes Essen hat besonders an Weihnachten und Ostern, an Geburtstagen und Hochzeiten Tradition. Doch oft fühlt man sich nach ausgedehnten Festgelagen unwohl. Fette Speisen und üppige Portionen bringen die Verdauung an ihre Grenzen.

Man entdeckte zum Glück, dass verschiedene Kräuter geeignet sind, um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen. Einige von ihnen sind extrem bitter. Allen voran der Wermut. Für mich ist er das bitterste Kraut, das ich je kennenlernte.
Sennesblätter mit ihren abführenden Eigenschaften kommen oft in Rezepturen gegen Verstopfung zum Einsatz.

Kräutertee und Kräuterschnaps


Um die Verdauung anzuregen, empfiehlt sich nach einem guten Essen traditionell ein Kräuterschnaps. Wer keinen Alkohol trinkt, kann auch einen entsprechenden Tee einnehmen.
Selbstgemachtes liegt ja im Trend. Auch einen Verdauungstrunk herzustellen ist leichter, als gedacht. Wieder im Kommen ist der Schwedenbitter. Ein Getränk, welches durch die Bücher der Kräuterfrau Maria Treben bekannt gemacht wurde. Sie hat dieses segensreiche Getränk nicht erfunden. Doch sie nutzte es und lobte auf Grund ihrer langlährigen Erfahrungen seine positiven Wirkungen.

Rezept für den kleinen Schwedenbitter

Die Kräuter:

10 g Angelikawurzel
10 g Kampfer (nur Naturkampfer verwenden!)
10 g Wermutkraut (statt Wermut kann auch Aloe oder Enzianwurzel verwendet werden)
10 g Sennesblätter
10 g Rhababerwurzel
10 g Zittwerwurzel
10 g Manna
10 g Theriak venezian
5 g Eberwurzwurzel
5 g Myrrhe
0,2 g Safran

Einige der Zutaten sich schwer zu bekommen, etwa der Teriak. Doch es gibt inzwischen verschiedene Anbieter, welche die spezielle Kräutermischung verkaufen.



Zubereitung:

Die Kräuter werden in ein Glas mit 1,5 l Korn oder anderem 38-40%igen Alkohol gefüllt. Nach dem Verschließen zieht die Mischung mindestens 14 Tage bei gelegentlichem Schütteln.  Ich lasse den Ansatz immer 4 Wochen stehen. Danach wird er abgefiltert.

Anwendung als Magentonikum: 


Der ausgelaugte Kräuterrest kommt bei mir nicht in den Abfall. Er enthält immernoch genügend Wirkstoff, um daraus einen Verdauungstee zu bereiten. Auf 1 große Tasse gebe ich einen Teelöffel Trester.

Schwedenbitter sollte nur in kleinen Mengen konsumiert werden. Ein Teelöffel morgens und abends reicht im Grunde aus. Ein Esslöffel nach einer üppigen Mahlzeit hilft bei der Verdauung. 

Nachgesagte Wirkungen des Schwedenbitter


In der "Alten Handschrift", verfasst im 18. Jh., die durch Maria Treben bekannt gemacht wurde, finden sich über 40 Anwendungen des Schwedenbitter. Er wird eingenommen, auf Wunden gebracht und als Auflage empfohlen.
Narben, auch wenn sie noch so veraltet sind, Wundmale und Schnitte sollen damit verschwinden
Es heißt, alle Wunden, die mit diesen Tropfen behandelt werden, hinterlassen keine Narben, wenn man sie bis 40 mal damit anfeuchtet.

Er soll äußerlich angewandt gegen Schwindel helfen, das Gedächtnis stärken, gerötet Augen besänftigen, Ausschläge aller Art beseitigen.

Eingenommen soll er die Verdauung verbessern, gegen Koliken, bei Magenleiden und Stuhlverstopfung helfen. Man empfiehlt die Einnahme bei Nierenleiden, gegen Depressionen und Melancholie.

In der Alten Handschrift steht am Schluss: "Wer täglich diese Tropfen früh und abends nimmt, braucht keine andere Medizin, denn diese stärken den Körper, erfrischen die Nerven und das Blut, nehmen das Zittern der Hände und Füße. Kurz, sie nehmen überhaupt alle Krankheiten. Der Körper bleibt straff, das Gesicht jugendlich und schön"

Wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung gilt Schwedenbitter heutzutage als hilfreich beim Abnehmen.

Nebenwirkungen


Da Schwedenbitter mit Alkohol angesetzt wird, ist er für Alkoholkranke nicht zu empfehlen.
Auf Wunden aufgebracht brennt er gehörig.
Wegen seiner menstruationsfördernden Wirkung sollten Schwangere auf seine Anwendung verzichten. Kurz vor der Geburt angewandt hingegen soll er den Geburtsvorgang erleichtern.

Meine Erfahrungen mit dem Schwedenbitter


Für mich ist der Schwedenbitter vor allem ein Verdauungsförderer. Dabei reicht es aus, einen Esslöffel nach dem Essen einzunehmen.

Schön für mich: Endlich tägliche Erleichterung.