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Natur pur: Vitamin-Maske mit Hagebutte

Natur pur: Die Hagebutten-Kosmetik pflegt mit natürlichem Vitamin C

Hautpflege gehört zu unseren täglichen Ritualen, vor allem der Hygiene wegen. Doch ab und an sollten wir unserer Haut etwas Besonderes gönnen, eine pflegende Gesichtsmaske etwa.

Hagebutten, volle Vitamin-Power


Möchte man seine Haut mit Anti-Aging-Vitaminen verwöhnen, so sind Hagebutten eine hervorragende Wahl. Sie enthalten besonders viel Vitamin C, daneben die Vitamine A, E und K.
Außerdem besitzen sie einen hohen Anteil an Gerbstoffen und Fruchtsäuren.

Was wird für diese intensive Gesichtsmaske benötigt?


Zutaten


30g Hagebuttenöl (auf Sojaölbasis)
10g Hagebuttentinktur 40 %ig
20g Ringelblumentee
3g Bienenwachs
3g Rosenwachs

Vorbereitungen

Herstellung der Pflanzenauszüge


Damit man das gesamt Vitamin-Potential der Hagebutte nutzen kann, wird für die Gesichtsmaske ein Ölauszug und ein alkoholischer Auszug angesetzt.
Ich habe mit dem alkoholischen Auszug begonnen, da dieser etwa 14 Tage benötigt, bis die Power-Wirkstoffe ausgelöst sind.

Dafür wurden getrocknete Hagebutten von mir in einer alten Kaffeemühle zerkleinert. Anschließend kamen sie in ein 100ml Schraubglas. Ein Drittel des Glases nahm das Mahlgut etwa ein. Mit 40%igem Alkohol, in dem Falle Korn, wurde bis oben hin aufgefüllt.
Nach 2 Wochen war der fruchtige Ansatz fertig.

Für den Ölansatz habe ich den verbliebenen Hagebutten-Trester genutzt. Ich verwende dafür gern Sojaöl. Die Prozedur ist dabei die gleiche, wie beim Topinamburöl beschrieben.

Warum kein neues Mahlgut nötig ist?


Mit dem Öl bekomme ich ohnehin nur die verbliebenen öllöslichen Wirkstoffe extrahiert und die sind in dem Trester noch vorhanden.
Der Verbrauch an Hagebutten reduziert sich dadurch um die Hälfte, ein schöner Nebeneffekt.

Hagebutten-Maske, die Arbeitsanleitung


Sind die Hagbutten-Zutaten einsatzbereit, kann gerührt werden.
Zunächst wird ein Ringelblumentee gebrüht: 1EL Ringelblumenblüten auf 1 Tasse Wasser.

Während der Tee zieht, wird das Hagebuttten-Sojaöl mit dem Wachs vorsichtig erwärmt.
Sobald das Wachs vollständig aufgelöst ist, wird das Öl vom Herd gezogen. Nun kommen Ringelblumentee und Hagebutten-Tinktur hinein. Anschließend muss die Mischung gerührt werden, bis sich eine schöne Emulsion gebildet hat. Ich nutze dafür einen kleinen Mixer. Durch die hohe Drehzahl verbinden sich die Wirkstoffe besonders gut.

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Die fertige Maske ist sofort einsatzbereit und kann in einen vorbereiten Glastiegel abgefüllt werden. Sie reicht für 3 bis 6 Anwendungen, je nach dem, wie üppig man aufträgt. Durch den Alkohol hält sich der Rest im Kühlschrank noch mindestens 6 Monate.

Beabsichtigte Wirkung der Hagebutten-Maske


Das ACE-Vitamin-Trio hat sich in der Kosmetik als bewährte Anti-Aging-Formel etabliert. Diese Vitamine gelten als gute Radikalfänger, dass sind Stoffe, die aggressive Stoffwechselsubstanzen neutralisieren können. Man nimmt an, dass so der Hautalterung entgegengewirkt werden kann.

Vitamin K wird gern in Kosmetikformulierungen gegen Hautunreinheiten eingesetzt. Es stärkt die Wände der feinen Äderchen, kommt daher auch für Couperose-Haut in Betracht.

Gerbsäuren wirken tonisierend und porenverfeinernd. Sie sind in Hagebutten und Ringelblumen enthalten.
Darüber hinaus gilt Ringelblume als Regenerations-Stimulans für das Bindegewebe der Haut.

Für wen ist die Hagebutten-Maske geeignet?


Wegen der Vielzahl an Antioxidantien empfiehlt sich die Maske besonders für reife Haut. Sie zeigt oft große Poren und rote Äderchen. Daneben soll Hagebutte gegen Altersflecken helfen können.

Auch für unreine Haut bietet die Maske einiges. Die enthaltenen Fruchtsäuren besitzen einen gewissen Peelingeffekt und können Verhornungen der Haut sanft lösen.

Die Fette sorgen dafür, dass selbst trockene Haut nicht zu kurz kommt. Im Sojaöl enthaltenes Lecithin etwa gilt als feuchtigkeitsbewahrend, Die natürlichen Ölsäuren wirken rückfettend.

Fazit


Zugegeben, etwas aufwändig ist die Herstellung der Hagebuttenmaske schon. Doch durch die lange Haltbarkeit lohnt sich die Arbeit. Wer mag kann durchaus eine größere Portion herstellen. Die einfachste Methode ist, die Mengen der angegebenen Zutaten zu verdoppeln. Der Ölauszug und die Tinktur sollten für eine Verdoppelung hingegen ausreichen.

Ich wünsche ein gutes Gelingen!







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